Damen II – Niederlage gegen Tennisjungend

Am Muttertag stand der zweite Spieltag der Damen II an. Wie beim ersten Spieltag wollten die Damen wieder punkten, um die Tabellenführung zu festigen. Der alkoholfreie Sekt wurde direkt kalt gestellt, um den zweiten Spieltag als „Abschlussspiel“ für die werdenden Mamis zu begießen, bevor sich diese demnächst wohl eher dem Schwangerschafts-Yoga widmen. Die Herren II hatten gemeinsam mit uns Heimspiel und das Buffet war prall gefüllt, worüber sich auch die Gegner sehr freuten. Die großen Kochtöpfe mit den vorbereiteten Spaghetti-Soßen (großes Dankeschön an Bolo-Serene, Thermomix-Alex und Tomaten-Fabi) machten bereits Appetit und man freute sich schon auf den hoffentlich wohlverdienten Pasta-Schmaus. Die Gegnerinnen standen schon am Eingang und wir bemerkten schnell, dass es kein leichter Spieltag werden wird. Die Mannschaft aus Leutershausen kam zwar geschwächt nur mit fünf Spielerinnen an, jedoch waren gleich vier davon Jahrgang 2000 oder jünger. Die Enttäuschung bei Serene war natürlich groß, dass ihr „sicherer Punkt“ auf der sechs nicht antrat. So beschlossen die Damen, dass Serene sich im kommenden Spiel bei den Damen I in den Dienst der Mannschaft stellt und dort aushilft, um die letzten Punkte einzufahren. Nun stand es also bereits 2:0 für uns, was uns zunächst sehr positiv stimmte. Der Spieltag konnte nun eingeläutet werden.

Miri auf Punkt 2 bekam eine sehr gute Spielerin, die mit ihrer sehr sauberen Technik und schönen Spielweise überzeugte. Bei den U16 spielt sie sogar Bezirksliga, erzählte ihre zujubelnde Mutter freudig. Im ersten Satz war die junge Spielerin sehr konzentriert und gewann mit 1:6. Nachdem die Kopfschmerztablette bei Miri zu wirken schien, spielte sie sich über ihre gefürchteten Slice-Bälle wieder zurück ins Spiel. Der Ärger bei der Gegnerin war deutlich zu spüren. Miri kämpfe weiterhin und hielt sehr gut dagegen, wobei sie sich letztendlich im zweiten Satz mit 4:6 geschlagen geben musste.

Auf Platz drei witterte Romina ihre Chance Punkte einzufahren. Nachdem sie im letzten Spiel bereits auf Punkt fünf spielte, war sie heute sogar auf Punkt vier gesetzt. 160 Punkte und eine LK-Verbesserung packten Rominas Ehrgeiz. Aber auch ihre Gegnerin, U16, hatte nichts zu verschenken und zeigte direkt vollen Einsatz beim ersten Spiel.  Romina anfangs noch sehr zögerlich, studierte die Spielweise der Gegnerin und merkte schnell, dass sie selbst mehr Druck machen musste. So kam es zu einem sehr ansehnlichen Spiel mit langen Ballwechseln und schönen Schlagvariationen. Nach dem ersten Satz stand es dann 7:5 aus Sicht der Gegnerin.  Diese wollte sich im zweiten Satz den Sieg nicht mehr nehmen und machte erneut Druck und kam vermehrt vor ans Netz. Ehrgeizig versuchte sie schnell die Spiele zu beenden, wobei viele Spiele über Einstand verliefen und Romina weiterhin sehr gut konterte. Letztendlich musste sich Romina 1:6 geschlagen geben und freute sich nach drei Stunden und mit Blasen an den Fingern darüber, ein gutes Spiel gemacht zu haben, auch wenn die Punkte nicht auf ihr Konto geschrieben wurden.

Auf Platz vier startete bereits Sarah-Marie ihr erstes Einzel für die Damen II. Mama Heidi und Papa Kirk waren als Unterstützung dabei und drückten fest die Daumen. Sarah-Marie hatte mit elf Jahren die jüngste Gegnerin vor sich stehen.  Diese hatte zwar „nur“ LK 23, entpuppte sich aber ganz schnell als großes Talent. Flinck und selbstbewusst agierte sie auf dem Spielfeld und konnte die Spiele sehr schnell für sich entscheiden. Sarah-Marie versuchte ruhig zu bleiben und gegen zu halten, aber die Schläge der Gegnerin waren leider zu präzise gesetzt und die zwei Sätze neigten sich auch schnell dem Ende. Platz vier war nun frei für Punkt drei.

Anja hatte eine im Vergleich zur Generation Z (alle nach 2000 geboren) eine Dame, die normalerweise Damen 40 oder Damen I spielt und nur aushalf. Ob man sich darüber freuen konnte oder nicht, war zu dem Zeitpunkt nicht klar. Im ersten Satz ging Anjas Gegnerin schnell in Führung und überzeugt mit ihren Schlägen als erfahrene Spielerin. Nicht lange gespielt, da stand es schon 6:3 aus Sicht der Gegnerin. Die Spielweise der Gegnerin zeichnete sich durch sehr abwechslungsreiche Schläge aus und die vielen kurzen Stopps machten Anja lauftechnisch zu schaffen. Anja wollte ihr letztes Spiel aber unbedingt gewinnen und musste sich nun etwas einfallen lassen. So stellte sie das Spiel um und brachte die Gegnerin mit langen Spin-Bällen dazu, vermehrt Fehler zu machen. Danach ein Stopp und schon entschied sie den zweiten Satz mit 7:5 für sich. Nun ging es in den Match Tiebreak. Auch hier ging es um 160 Punkte, denn die Gegnerin hatte LK20 – was Anja die ersehnten Punkte für LK21 verschaffen würde. Zu zögerlich startete sie in den MTB, spielte die Bälle zu kurz und musste sich schnell 4:10 geschlagen geben.

Laura auf Punkt 1 sollte normalerweise eine „sichere Bank“ sein. Ihre Gegnerin mit LK17 war allerdings keine leichtete Gegnerin: Schöne feste und platzierte Schläge, mit ihren U16 fitnesstechnisch im besten Alter und hochmotiviert den Spieltag für ihre Mannschaft zu gewinnen. Nach zahlreichen guten Schlägen stand es leider bereits 6:1 für die Gegnerin. Laura beeindruckte dann aber wieder mit ihren kraftvollen Schlägen, sowie ihrer gefürchteten Aufschläge. Das Spiel war nun sehr ausgeglichen und die Zuschauer hatten richtig etwas geboten bekommen. Ganz knapp musste Laura dann nach einem 6:7 der Gegnerin am Netz die Glückwünsche überbringen.

Gewinnen konnten wir den Spieltag nun nicht mehr, dennoch wollten wir noch mindestens ein Doppel gewinnen. Während wir uns berieten, wie wir die Doppel stellen, bereitete Andrea schon das Essen vor. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Andrea, die den Muttertag nicht nur mit ihrer Tochter verbracht hat, sondern auch die Damen II tatkräftig unterstützt hat.

Es stand nun fest: Laura und Serene spielten im Einser-Doppel und Miri ging mit Sarah-Marie ins Zweier-Doppel. Romina und Anja durften sich ausruhen und drückten fest die Daumen. Auf Laura und Serene trafen nun die starken Einzel-Gegnerinnen von Laura und Miri. Man stellte sich auf ein hartes, aber ausgeglichenes Doppel ein. Die Gegnerinnen fanden gut ins Spiel, obgleich auch etwas unmotiviert in den Augen der Zuschauer. Serene blieb während des ganzen Spiels sicherheitshalber mit Laura hinten, um kein Risiko für den TSV-Nachwuchs in ihrem Bauch einzugehen. Dies verunsicherte die jungen Gegnerinnen und schnell merkten sie, dass vielleicht drei gegen zwei doch ein wenig unfair ist. Serene und Laura spielten weiterhin routinierte Bälle und gewannen den ersten Satz 6:2. Im zweiten Satz wurde es dann nochmal spannend. Die Zuschauer waren beeindruckt von den Volleys der Gegnerin. Von dieser sauberen Technik könnten selbst die Männer was lernen. Es stand nun zwischenzeitlich 1:4 für die Gegnerinnen . Laura und Serene mussten also nochmal Vollgas geben, um den Sack zuzumachen. Sie setzten die Gegnerinnen nochmals unter Druck und freuten sich über die 5:4 Führung. Den Spaghetti-Geruch bereits in der Nase, hieß es nochmal volle Konzentration. Die Gegnerinnen konnten noch ein Spiel gewinnen und so mussten die Damen noch in den Satz-Tiebreak. Hier behielten die die erfahrenen TSV-Damen die Nerven und setzen sich nun schnell mit  einem 7:3 durch.

Miri und Sarah-Marie hatten die anderen beiden Jungspunde vor sich stehen. Ein insgesamt sehr gutes Spiel, wobei hier leider ein wenig der Druck gefehlt hat. So konnten die Gegnerinnen schnell das Ruder übernehmen und setzen die Bälle gekonnt.

Das Ergebnis der Spieltages war nun leider 3:6, dennoch waren die Damen II zufrieden alles gegeben zu haben und sind mit neuen Kräften bereit für das kommende Spiel am 28. Mai beim TC Frauenweiler/Malsch.

AM(altes Bild)

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