Bittere 4:5 Niederlage gegen direkten Konkurrenten aus Wiesloch

Diesen Sonntag erwartete uns eine schwere Aufgabe: Mit einem Sieg konnten wir den zweiten Platz in der Tabelle verteidigen. Doch wir wussten auch, dass uns Wiesloch LK-technisch überlegen war und jeder heute Höchstleistung bringen musste.

Da Sina noch ihren verdienten Urlaub genießt, brauchten wir erneut Unterstützung. Miri erklärte sich trotz Prüfung bereit, mit uns zu kämpfen. Wir sind unheimlich dankbar dafür, nicht zu fünft antreten zu müssen und eine starke Ersatzfrau gefunden zu haben!

Alle waren pünktlich zum Treffpunkt. Dann der erste Schock: Die Herren 40 hatten unser vorbereitetes Essen gegessen!!!!! Kurzfristig musste Carola sehen was der Kühlschrank zuhause hergab und etwas für die Damen kochen. Ebenfalls vielen Dank dafür 😉

Zeitig gingen die ersten Paarungen auf die Plätze. Schnell zeichnete sich ab, was wir befürchtet hatten: Heute wird es ganz schön eng. Selina hatte es mit einer sehr starken und unbarmherzigen Gegnerin zu tun, die jeden Ball versenkte und es schaffte, dass Selina über die ganzen zwei Sätze nicht in ihr gewohnt schönes Spiel finden konnte. Enttäuscht musste sie den ersten Punkt an Wiesloch abgeben (1:6 0:6).

Miri hatte sich mit sehenswerten Bällen einen 5:2 Vorsprung erarbeitet. Doch die Gegnerin kam jetzt ins Spiel. Sie umlief geschickt die schwächere Rückhand und peitschte die Vorhand in die Ecken, so dass jeder sehen konnte: auf Punkt 6 war sie definitiv deplatziert. So musste Miri den ersten Satz, trotz Führung, der Gegnerin überlassen und auch der zweite Satz schien nicht mehr in Reichweite. Doch Miri meiselte sich zurück und holte wieder auf! Leider verhalfen starke Aufschläge der Wieslocherin doch noch zum Satz- und Matchsieg (5:7 4:6). 

Bei Caro sah es besser aus. Sie hatte den ersten Satz gewonnen und auch im zweiten sich einen kleinen Vorsprung verschafft. Doch allmählich kämpfte sich die Gegnerin mit allen Mitteln heran. Die Zuschauer waren schon am Toben, doch sie gab beharrlich auch den Matchball aus. Der Oberschiedsrichter musste anrücken, damit das Spiel zu Ende gespielt werden konnte. Doch jetzt hatte sie Caro mit ihren Bällen und umstrittenen Aktionen aus dem Spiel gebracht. Sie musste sich verärgert im Match-Tie-Break geschlagen geben (7:5 6:7 8:10).

0:3 nach der ersten Runde. „Jetzt müssen wir alle gewinnen!“ forderte Chiara und ging voll motiviert auf den Platz. Sie hatte heute endlich die erwünschte Gegnerin erwischt, um ihre LK zu halten (Punkte waren schon längst vorhanden). Dementsprechend legte sie los und feuerte die Bälle millimetergenau über die Netzkante. 6:4 6:4 kam sie ihrer eigenen Forderung nach und holte einen wichtigen Punkt für den TSV.

Auch Anthea war heute gefordert ihr Bestes zu geben. Ihre Gegnerin mit LK 13 spielte ebenfalls ein hervorragendes Tennis. Die Zuschauer durften einem super guten und eng umkämpften  Match folgen. Den ersten Satz konnte Anthea deutlich 6:1 gewinnen, obwohl der Spielstand die Matchsituation nicht widerzuspiegeln schien. Um jeden Ball musste bis zuletzt gekämpft werden. Dementsprechend gab es den zweiten Match-Tie-Break des Tages. Anthea spielte noch einmal groß auf und holte den so wichtigen zweiten Punkt (6:1 4:6 10:8).

Melli spielte gegen ihre persönliche Horror-Gegnerin. Hatte das Einspielen noch nach einem tollen Spiel ausgesehen, so merkte die Gegnerin ab dem allerersten Ball wie sie Melli den Zahn ziehen konnte: JEDEN Ball einfach 20m hoch in die Luft spielen. Im ersten Satz war Melli am verzweifeln, sie war einfach nicht im Stande die drucklosen Bälle konzentriert anzunehmen und in den Ecken zu versenken. Es gab unzählige Ballwechsel und Melli verließen die Kräfte bis sie schließlich doch immer den Mondball hinter die Linie setzte. Beim Seitenwechsel nach dem Satzverlust rief ihr Chiara ins Gedächtnis, dass sie sich jetzt konzentrieren musste, sie spiele doch das bessere Tennis! Damit wurde es endlich besser. Die Bälle die zuvor am Zaun einschlugen wurden jetzt totgemacht. Dann der Match-Tie-Break: Jetzt zeigte sich wieder, dass die Gegnerin zwar nicht das schönere, aber das effektivere Tennis spielte. Melli machte nun wieder die Fehler und musste das Spiel enttäuscht über die eigene Nervenschwäche abgeben (4:6 6:2 5:10).

Schon lange waren wir nicht mehr solch einer Ausgangssituation ausgesetzt gewesen. 2:4 nach den Einzeln, für einen Sieg mussten ALLE gewonnen werden. Doch trotz unserer Doppelstärke war uns bewusst, stellten die Gegner 1 und 2 zusammen (alles andere wäre äußerst fragwürdig), hatten wir keine Chance das Spiel zu gewinnen. Nach ausgiebiger Fachsimpelei kamen wir zu dem Schluss dass wir so viele Punkte wie möglich brauchten, um den zweiten Platz trotz Niederlage weiter anstreben zu können. Deshalb mussten wir unser gewohntes 1er Doppel aufbrechen:

  1. Selina+Caro
  2. Anthea+Miri
  3. Chiara+Melli

Wie erwartet hatten die Gegner 1 und 2 zusammen gestellt. Selina und Caro wusste sich zwar zur Wehr zu setzen, musste sich am Ende dennoch 1:6 1:6 geschlagen geben. Jetzt ging es also nur noch um ein möglichst knappes Ergebnis. Anthea und Miri wussten dieser Aufgabe gewissenhaft nachzugehen und gewannen auch in dieser Höhe hochverdient das zweier Doppel 6:2 6:0. Jetzt lag es an den Becker-Sisters, die Niederlage so knapp wie möglich zu halten. Die Gegner konnten unterschiedlicher nicht sein: Eine peitschende Vorhand oder ein Ball der erstmal 20 m hoch und 3min in der Luft war. Doch Chiara und Melli spielten jetzt Doppel wie es sein sollte: An der Grundlinie wurden die Bälle mit schönem Winkel nach außen getrieben, damit die Mitspielerin vorne nur noch abschöpfen musste. Ab und zu noch durch die Mitte geschossen und das Spiel konnte nicht verloren werden. Kleine Unkonzentriertheiten und unnötige Leichtsinnsfehler ließen das Ergebnis nicht noch höher ausfallen (6:3 6:3).

Trotz Enttäuschung ließen wir uns gemeinsam mit den Gegner und unseren Herren + Gegner das Essen und noch ein bis zwei Getränke (Anthea Sunrise) schmecken.

Bedanken wollen wir uns bei den zahlreichen Zuschauern, die uns treu begleitet haben und noch einmal im besonderen bei Miri, die uns mit einer super Leistung unterstützt hat. 

Nächste Woche treten wir nach langer Zeit wieder zu einem Auswärtsspiel an. Wir würden uns freuen, wenn trotz Spitzenbegegnung in Eppelheim sich der ein oder andere nach Eschelbronn verirren würde 😛

MB

 

 

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